Eine Gemeinschaftsveranstaltung der AVL und
Univ. Prof. Dr. C. Beidl – Technische Universität Darmstadt

6. Internationales Symposium für Entwicklungsmethodik
- 10. / 11. November 2015 – Kurhaus Wiesbaden

 
 
 

Crossing the Chasm

Die sechste Ausgabe des internationalen Symposiums für Entwicklungsmethodik steht vor der Tür. Grund genug, das erfolgreiche Format weiter zu schärfen und den zukünftigen Trends Rechnung zu tragen. Viele Rückmeldungen und intensive Diskussionen im Programmbeirat haben die besondere Ausrichtung der Tagung bestätigt: nicht nur die neuen Methoden selbst, sondern auch deren Übertrag und Ausrollung in die Entwicklungsprozesse werden diskutiert und neben der Technik steht der Mensch im Mittelpunkt. Denn die innovativsten Ansätze bleiben wirkungslos, wenn sie nicht umgesetzt und effektiv wirksam werden können. In Anlehnung an die Markteinführung disruptiver Technologien haben wir der Veranstaltung daher diesmal den Untertitel „Crossing the Chasm“ gegeben und gezielt auf das Gesamtfahrzeug erweitert.

 

Die Optimierung der Entwicklungsprozesse findet in einem Kontext dynamischer Veränderung statt. Themen wie CO2-Ziele und Real Driving Emissions (RDE), die jeweils im Spannungsfeld mit Kundenakzeptanz stehen, müssen methodisch adressiert werden. Wie schnell und gut das gelingt ist ein entscheidendes Element im Wettbewerb. Berücksichtigt man weiterhin, dass die Konzept- und Variantenvielfalt von Fahrzeugen und deren Antriebssystemen auf absehbare Zeit weiter zunimmt, wird die intelligente Nutzung von Simulations-,Versuchs-, und Applikationsdaten zu einem Schlüsselthema. Die Herausforderung dabei ist groß, gilt es doch die teilweise widersprüchlichen Aspekte von Integration, Werkzeug- und Datenoffenheit sowie Usability unter einen Hut zu bringen. Die effektive Verknüpfung von Simulation und Versuch ist dabei ein entscheidendes Element.

 

Der Programmbeirat war diesmal besonders gefordert aus der Vielzahl von Vortragseinreichungen ein optimales Programm zusammenzustellen, denn die Weiterentwicklung von Methoden findet ungebremst statt. Modellgestützte Entwicklung steht dabei im Focus der Umsetzung, wird jedoch für bestimmte Aufgabenstellungen durch neue „modellfreie“ Ansätze herausgefordert.

 

Darüber hinaus sind in den internationalen Vorträgen die großen Herausforderungen adressiert, die im globalen Entwicklungsverbund zu bewältigen sind. Ebenso wie die Entwicklung zunehmend domänenübergreifend gestaltet werden muss – hier sei Connectivity als Beispiel genannt – ist auch die Zusammensetzung der Beiträge ein wesentliches Erfolgsmerkmal. So sind mit AMG, BMW, CNH, Daimler, Ducati, GM, JLR, Tata und Volkswagen eine Vielzahl von OEMs ebenso vertreten wie mit Bosch, Continental und Schaeffler die großen Zulieferer. Weitere Impulsgeber sind führende Engineering Dienstleister sowie englisch- und deutschsprachige Universitäten.

 

Damit schafft diese Veranstaltung ein Forum, in dem Spezialisten und Entscheider aus Technologie und Management den Stand der Technik ausloten sowie die Grundlagen für die zukünftige Ausrichtung schaffen können. Neben den traditionellen Teilnehmern werden diesmal zusätzlich die verantwortlichen Ingenieure in der Fahrzeugapplikation adressiert.

 

Wir dürfen vorwegnehmen, dass es wieder ein außergewöhnliches Rahmenprogramm geben wird – ideale Voraussetzungen für einen intensiven Austausch. Ich bin sicher, dass im Rahmen des Symposiums entscheidende Impulse gesetzt werden und freue mich darauf, Sie im November in Wiesbaden begrüßen zu dürfen.

 

Ihr Prof. Dr.-techn. Christian Beidl